Bitte Scrollen

Roter Bleistift auf rotem Notizbuch

Menschen

Fokus Job: Martin Kluba

Artikel anschauen

Lynn-Kristin Krämer 28.09.2017

Fokus Job: Martin Kluba

Martin Kluba in einem Interview mit Lynn-Kristin Krämer

Hallo Martin.

Hallo Lynn-Kristin.

 

Du bist jetzt schon etwas länger bei adesso insurance solutions angestellt, oder?

Lang ist relativ, aber angestellt bin ich seit etwa einem Jahr. Zuerst als Student, dann habe ich ein paar Monate wegen meiner Bachelorarbeit pausiert und seit diesem Monat bin ich voll dabei.

 

Und fühlst Du Dich wohl?

Auf jeden Fall!


Was ist denn Deine Berufsbezeichnung hier?

Ich bin Software Engineer.

 

Was hast Du gemacht, bevor Du hier bei adesso insurance solutions angefangen hast?

Ich war Programmierer bei einem Dienstleister für technische Abwicklungen von Geschäftsprozessen auf dem Strom- und Erdgasmarkt. Also, wir haben Software für Abrechnungen mit den Kunden, Eingangsrechnungen und Steuer etc. entwickelt. Da habe ich vor meinem Studium auch die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung angefangen und noch während des Studiums beendet.

 

Und studiert hast Du Informatik?

Genau.

 

Ohne Schwerpunkt?

Ja, ohne! Ich wollte das ganze Spektrum mitnehmen und habe fast alle Kurse belegt. Auch wenn ich nicht überall den Schein gemacht habe.

 

Was war denn Dein ursprünglicher Plan mit dem Studium?

Informatiker zu sein? … (Lachen) Also, ich hatte eigentlich keinen speziellen Wunsch, in welche Branche ich gehe oder was genau ich programmieren möchte. Ich meine, natürlich war es schon ein kleiner Traum von mir, einmal Spiele zu entwickeln, aber in der Gaming-Branche wird man schnell verheizt. Deswegen war für mich auch klar, dass ich dort nicht arbeiten möchte. Mir war es einfach immer wichtig, dass ich später einmal was Neues schaffe. Mich sozusagen darum kümmere, dass etwas da ist, was vorher nicht da war! Etwas, das anderen nützt und jeder Zweite kennt! (Lachen)

 

Und das machst Du hier?

Ja, eigentlich schon. Auch wenn es vermutlich nicht jeder Zweite kennt.

 

Dann erzähl doch mal, wie sieht Dein Alltag so aus?

Also, erst einmal putze ich meinen Bildschirm… (Lachen) Spaß beiseite. Also, im Moment mache ich sehr viel SQL, aber normalerweise arbeite ich quasi von Releasezyklus zu Releasezyklus. Das heißt, für jeden Release gibt es eine Liste mit Verbesserungen für die aktuelle Version und die muss ich für den nächsten Release beheben. Das läuft dann so, dass sich der Mathematiker die aktuelle Version der Software anguckt, mit dem Kunden die Spezifikationen festhält und an uns weitergibt. Wir Software Engineers setzen das um, das Ganze geht dann in den Test über und kann danach ausgeliefert werden.

Martin Kluba mit einer Flasche Sidolin Reiniger

Also macht ein Software Engineer nur Entwicklung?

Hmm, nein, nicht nur. Normalerweise sollte jeder in der Lage sein, Spezifikationen für eine Software mit dem Kunden abzusprechen, die Softwareentwicklung zu planen, Umsetzungen beim Kunden vorzuschlagen, die Umsetzungen durchzuführen, die Software zu testen, zu installieren und vom Kunden abnehmen zu lassen. Da das aber alles sehr zeitintensiv ist, ist es natürlich sinnvoll, dass man die Aufgaben auf mehrere Personen aufteilt und sich der Software Engineer dann eben auf die Entwicklung konzentriert.

 

Ist das der Unterschied zwischen einem typischen Software Engineer und dem eines bei der adesso insurance solutions GmbH?

Nein. Ich denke, dass eher die Vielseitigkeit ein Unterschied ist. Wir bauen hier zum einen eigenständige Software und zum anderen modifizieren wir unsere Software für den einzelnen Kunden.

 

Also machst Du Mass Customization – kundenindividuelle Massenfertigung?

Ja, genau. Es gibt Unternehmen, die inhouse einfach eine Software herstellen und es gibt Unternehmen, die sich externe Projekte reinholen, also für Externe eine Software programmieren. Bei adesso insurance solutions machen wir beides. Wir entwickeln Basisprodukte und passen diese auch individuell auf die Kunden an. Tanzen also auf zwei Hochzeiten und sehen deshalb mehr.

 

Du sagtest eben, dass Du momentan viel SQL machst. Mit welchen Programmiersprachen arbeitest Du sonst so?

Also SQL ist ja mehr eine Abfragesprache, um Daten zu extrahieren, als eine Programmiersprache. Bevor ich hier SQL gemacht habe, habe ich aber am Frontend gearbeitet. Quasi am Aussehen der Anwenderoberfläche. Und das machen wir hier hauptsächlich mit Java und JSF.

 

adesso insurance solutions entwickelt ja mehrere Programme. An welchem arbeitest Du?

Ich arbeite an in|sure PSLife mit, unserer Software zur Verwaltung von Lebensversicherungen.

Martin Kluba bei der Arbeit an einem Rechner

Und was gefällt Dir denn am meisten an Deiner Arbeit?

Erst einmal die Vielseitigkeit und Flexibilität, die ich eben schon angesprochen habe. Ich kann inhouse arbeiten sowie für Kunden. Darüber hinaus gibt es aber noch sehr viele positive Kriterien. Alles ist geordnet und strukturiert und das mit flachen Hierarchien. Ich habe immer einen Ansprechpartner. Ich sag mal, wenn Du fähig bist zu sprechen, dann wird Dir hier auch geholfen.

 

(Lachen) Das klingt gut!

Ja, das ist auch gut! Alle haben hier unglaublich viel Ahnung und dadurch funktioniert auch alles sehr gut. Ich meine, ich kam nach den einigen Monaten Auszeit wegen der Bachelorarbeit wieder hierhin und wurde direkt auf ein mir fremdes Projekt gesetzt. Innerhalb von vier Stunden war ich auf dem gleichen Stand wie die anderen Kollegen. Und das vor allem, weil alles gut strukturiert, dokumentiert und vorbereitet ist. Man kann direkt mit den Fachkollegen Kontakt aufnehmen und bekommt alles Wichtige erklärt. Ohne solche Reibungsverluste fluppt die Arbeit erst richtig. Ich kann mir schnell Wissen aneignen und mich ganz auf die eigentliche Arbeit konzentrieren. Hinzu kommt, dass bei adesso auch allgemein viel für das Mitarbeiterwohl getan wird und sich die Kollegen darüber hinaus untereinander motivieren, um zum Beispiel Sport zu machen, oder generell etwas miteinander zu unternehmen. Das ist toll!

 

Ich schließe daraus, dass Du es nicht bereust, diesen Job angenommen zu haben?

Richtig! … (Pause) Es gibt einen afrikanischen Reiseführer für Deutschland, in dem steht, dass man Deutsche nicht danach fragen soll, wie es ihnen geht, weil sie sich sonst nur beschweren. Ich kann mich nicht beschweren! Ich möchte meine Energie und Leistung da rein investieren, dass die Dinge gut laufen. Und wenn was fehlt, dann frag ich halt nach. Spätestens mein Teamleiter kann mir weiterhelfen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass hier konstruktiv mit Problemen und Fehlern umgegangen wird. Und es ist ein Unterschied, ob ich rein Dienst nach Vorschrift oder auch Dienst nach Bock machen kann. Und der Dienst macht hier Bock, vor allem weil ich auch Anerkennung dafür bekomme. Von daher – nein, ich bereue es nicht!

 

Vielen Dank, Martin!